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Sängerreise 2012

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Der Männerchor Rothrist auf Entdeckungsreise durchs Appenzellerland

Kein Wort über die genauen Ziele der Sängerreise vom 30. Juni/1. Juli liess sich Reiseleiter Walter Muggli im Voraus entlocken, nur dass sie uns ins Appenzellerland auf einen „königlichen Berg“ führe, deutete er geheimnisvoll an. Die Geheimniskrämerei zog er während der ganzen Reise durch und sorgte damit für zusätzliche Spannung – ganz im Stil der beiden urchigen Appenzeller aus der Fernsehwerbung, die das Rezept für den würzigen Appenzellerkäse auch nie im Leben verraten würden…

An diesem extrem heissen letzten Junitag wurde zuerst einmal klar, dass mit dem „königlichen Berg“ der Kronberg ob Jakobsbad gemeint war. Er wurde bequem mit Hilfe der Seilbahn „bezwungen“, und das kühle Lüftchen an der Bergstation auf 1700m Höhe nahm man mit Erleichterung wahr. Beim Mittagessen wurde bei Siedwurst mit Chäshörnli und Apfelmus echte Appenzellerkost aufgetischt, und dafür gab es übereinstimmend die Qualitätsbezeichnung „hervorragend“.

Während die marschtüchtigen Sänger am Nachmittag unter der brütenden Sonne den steilen Abstieg zur Schwägalp unter die Füsse nahmen, mussten die sechs Nichtwanderer selbständig mit dem Zug nach Appenzell fahren. Zuerst galt es noch, am Automaten der unbedienten Bahnstation Jakobsbad die Billets zu lösen. Da war allerdings guter Rat teuer. Die Szene einer Gruppe von verzweifelt übenden, wild gestikulierenden und diskutierenden Senioren wurde glücklicherweise von keiner versteckten Kamera festgehalten. Sie wäre immerhin auf „YouTube“ absolut hitverdächtig.

Schliesslich gelang die Übung noch einigermassen korrekt und rechtzeitig, so dass dem Transfer in den Innerrhoder Hauptort nichts mehr im Wege stand.

Schliesslich trafen sich Wanderer und Jasser gegen Abend wieder auf dem Bahnhof in Appenzell zur kurzen Fahrt nach Gais, wo ein „königliches“ Nachtquartier bezogen wurde, wofür, ganz dem Namen entsprechend, das Hotel Krone zur Verfügung stand. Damit die übrigen Hotelgäste und einheimische Zuhörer auch feststellen konnten, dass es sich bei den Neuankömmlingen um einen Männerchor handelte, stimmte Dirigentin Claudia Schumacher zum Apéro ein paar Lieder an. Zum leckeren Nachtessen wurde ein feiner Rotwein aus dem einzigen Appenzeller Rebberg in Wienacht-Tobel offeriert, was für die meisten Sänger eine Neuentdeckung war. Dieser feuchtete die ausgetrockneten Kehlen und löste die Zungen, so dass der spätere Abend bei frohem Gesang ausklang.

 

Auf einer Sängerreise darf ein kultureller Teil nicht fehlen. Der Sonntagmorgen war für eine Führung durch den Luftkurort Gais reserviert. Vom Dorfbrand im Jahre 1780, bei dem alle Häuser rund um den Dorfplatz samt Kirche bei einem heftigen Föhnsturm bis auf die Grundmauern eingeäschert wurden, bis zum umtriebigen Wetterfrosch Kachelmann, dessen Firma im Ort ansässig ist, war viel Spannendes zu vernehmen.

 

Und wenn schon vom Wetter die Rede ist: In Gais blieb der Himmel am Sonntag bis um die Mittagszeit blau. Aus Rothrist war die Kunde angekommen, dass sich dort bereits am frühen Morgen die Schleusen des Himmels unter Blitz und Donner geöffnet hatten.

 

Als auch im Appenzellerland die föhnigen Aufhellungen einem grauen Himmel wichen, war es Zeit, wieder die Bahn zu besteigen. Noch wartete eine feine Mahlzeit in Teufen auf uns – und spätestens auf der verregneten Bahnfahrt von St. Gallen nach Olten verstummten die letzten Sänger, um ein Stündchen verlorenen Schlafs nachzuholen.

 

Vielerorts im ganzen Appenzellerland findet man auf Schildern und Plakaten die Worte:
Sönd willkomm!
Das spürte man allenthalben auf schönste Weise: Die Sängerschar durfte sich wirklich überall willkommen fühlen und die spontane Herzlichkeit der Appenzeller erleben. Kathrin und Walter Muggli ist es zu verdanken, dass der Männerchor Rothrist dies erfahren durfte; sie verdienen ein grosses Lob und ein kräftiges Dankeschön für die Organisation dieser denkwürdigen Reise.      (wf)

Balsthal 2011

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Sängerfest in Balsthal

Nach den beiden kantonalen Sängerfesten 2004 in Aarau und 2009 in Zofingen wollten wir uns auch ausserkantonal zeigen lassen, wo unser Marktwert liegt. So zogen wir denn am 10. September 2011 unter flatternder Fahne frohgemut nach Balsthal, an das Solothurnische Kantonale Sängerfest. Und es zeigte sich, dass wir uns durchaus mit den andern Chören messen lassen können.  Abgesehen vom vergnüglichen Singen bot das Gesangsfest auch hervorragende Unterhaltung im Festzelt.

Sängerreise ins Tessin 28./29. August 2010

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Die Sängerreise 2010 des Männerchors Rothrist führte ins sonnige Tessin, kundig organisiert von Sängerkamerad Walter Rossi assistiert von Willy Fretz. Mit 21 Sänger und der Dirigentin Claudia Schumacher fuhr man in zwei Kleinbussen, chauffiert von Walter Rossi und Sepp Steiner, über den Gotthardpass zum ersten Ziel: „Besichtigung des Granitsteinbruchs Sangiorgio in Lodrino“. Der Gastgeber empfing uns mit einem reichhaltigen Häppchenbuffet. Der Chor bedankte sich mit einigen Liedern aus dem Gesangsrepertoir. DIe Besichtigung des Betriebes war sehr eindrücklich.

Die Fahrt führte dann nach Tenereo ins Grotto Scalinata zu einer Polenta für die Einen oder zu hausgemachten Ravioli für die Andern.

Im herrlich über Vira Gambarogno gelegenen TCS Hotel Bellavista wurden zur Uebernachtung die Zimmer bezogen. Nach dem Apéro gespendet von Martin Siegrist und bevor es zum Nachtessen ging, sang der Chor unter freiem Himmel einige Lieder aus der Sängermappe.

Sonntags gings dann nach Bellinzona zu einem geführten Rundgang durch die Stadt und der Burg Castelgrande. Gleich nach dem Mittagessen wurde die Rückfahrt gestartet in der Hoffnung dem Stau am Gotthard zuvorzukommen, aber nach Bisaca stockte der Verkehr und zeitweise ging überhaupt nichts mehr. Recht spät und zu unterschiedlichen Zeiten kamen die Sänger in Rothrist an.Herrliches Wetter bei 30 Grad herrschte im Tessin, aber dank Nordföhn war es angenehm und erträglich. G.K: